Auswertung der Unterschriftensammlung

„Es ist nicht schlimm, wenn (…) keine Sekundarschulen entstehen, denn es werden ja neue Gesamtschulen gewünscht. (…) Die Kommunen als Schulträger sind gut beraten, die Elternwünsche umzusetzen.“ (Silvia Löhrmann, Ministerin für Schule und Weiterbildung NRW)

Die Unterschriftensammlung lief im Schwerpunkt über rund 4 Wochen (Anfang November 2012 – Anfang Dezember 2012).

Das Ziel der Unterschriftensammlung war nicht die Feststellung einer breiten Unterstützung der Idee einer Gesamtschule in der gesamten städtischen Bevölkerung. Das Aktionsbündnis wollte wissen, wie hoch das Interesse der Eltern ist, deren Kinder auf eine Frechener Grundschule gehen.

Insofern hat sich das Aktionsbündnis bei der Sammlung der Unterschriften auf die Orte / Ereignisse konzentriert, bei denen eine Vielzahl genau dieser Eltern angetroffen werden konnten. Das Aktionsbündnis hat folglich die meisten seiner Unterschriften im Umfeld der Grundschulen gesammelt und erhalten. Zentral waren hierbei die St. Martins-Umzüge.

Die Frechener Grundschulen werden aktuell von 1.742 Kindern besucht. Eltern von immerhin 341 Kindern können sich vorstellen, ihre Kinder auf einer Gesamtschule anzumelden. Dies entspricht einem Anteil von knapp 20%. Bezogen auf die vier Grundschulklassen, auf die sich das Aktionsbündnis konzentriert hat, ergibt sich eine Quote, die bei rund 30% liegt.

Das vom Aktionsbündnis gewählte Verfahren hatte aufgrund von Terminüberschneidungen zur Folge, dass nicht alle Grundschulen gleichmäßig abgedeckt werden konnten. Eine konzentrierte Sammlung von Unterschriften erfolgte an der Edith-Stein-Schule, der Ringschule, der Lindenschule und der Mauritiusschule.

Das Aktionsbündnis geht nach seinen bisherigen Erfahrungen davon aus, dass bei einer offiziellen Befragung der betroffenen Altersklasse, deutlich mehr als 150 Kinder je Jahrgang an einer Gesamtschule interessiert sein werden. Nur ein Beispiel: Die Lindenschule hat aktuell 216 Kinder. Es ist dem Aktionsbündnis gelungen, im Umfeld des Martinsumzugs mehr als 70 Unterschriften zu erhalten. Dies bedeutet, dass davon ausgegangen werden kann, dass sicherlich ein Viertel der Eltern an bisher nur unzureichend erfassten Grundschulen sich für ihre Kinder eine Gesamtschule vorstellen können.

Die vom Aktionsbündnis erhobenen Zahlen ersetzen eine förmliche Befragung durch die Stadt Frechen nicht, sie sind jedoch hochrepräsentativ, um den Wunsch der Frechener Grundschuleltern nach einer Gesamtschule zu dokumentieren. Bei den für eine Befragung relevanten Zweitklässlern haben bereits vier erfasste Frechener Grundschulen genügt, um über 100 Gesamtschulinteressierte zu finden. In diesem Jahrgang bereits sind es mehr als 25 % aller Kinder.

Die vom Aktionsbündnis erreichten Eltern haben jedoch nicht nur Kinder im schulpflichtigen Alter, sondern auch Kinder, die noch Kindertagesstätten besuchen. In dieser Gruppe finden sich – ein Nebeneffekt der Befragung – bereits 142 Kinder, bei denen die Eltern eine Gesamtschule für vorteilhaft halten. Wer eine Gesamtschule für sein aktuell schulpflichtiges Kind für vorteilhaft hält, so die Aussage, hält eine Gesamtschule grundsätzlich für eine sinnvolle Ergänzung der Frechener Schullandschaft. Er kann sich auch vorstellen, später geborene Kinder auf einer Gesamtschule anzumelden.

Presseumschau

RadioErft v. 27.02.2013

Gesamtschule: Eltern machen Druck

Kölner Stadtanzeiger vom 28.02.2013

709 Eltern wollen eine Gesamtschule

Kölnische Rundschau vom 28.02.2013

Auf die lange Bank geschoben

auswertung.txt · Zuletzt geändert: 2013/03/01 08:49 von schoberc
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